Die besten LED Taschenlampen in 2017

LED Taschenlampen im Test

Wir haben 5 Taschenlampen in zwei Preiskategorien: bis 40 Euro und 41 Euro bis 100 Euro unter die Lupe genommen. In den jeweiligen Preiskategorien vergleichen wir die Taschenlampen unmittelbar miteinander und ermitteln so einen Testsieger pro Preiskatgorie.

Bei den 5 hier vorgestellten Taschenlampen handelt es sich nach unserer Auffassung schon um die besten (uns bekannten) Modelle. Unsere Vorauswahl bestand aus 15 Taschenlampen, die wir anhand von Rezensionen und Beiträgen bewertet und sondiert haben. Die 5 besten Modelle aus dieser Vorauswahl stellen wir Ihnen im Folgenden Beitrag vor. Im Gegensatz zu vielen anderen Testseiten haben wir die Taschenlampen tatsächlich getestet. Wer sich für Bilder der Leuchtweite und Leuchthelligkeit interessiert, kann bei den unten folgenden Testberichten auch den Links zu den "Beamshot"-Fotos folgen oder gleich hier zu den Outdoor Fotos der Preiskategorie 1 und hier zu den Outdoor Fotos der Preiskategorie 2 wechseln und sich ein Bild von unserem Test und den Taschenlampen in Benutzung machen.


Name Preis* Lumen Leuchtweite Maße
ThruNite T10 XP-L 22,00 € 220 80 m 9,35 x 1,9 Testbericht lesen
Fenix E35

**TESTSIEGER PK 1**

37,00 € 1000 160m 12,2 x 2,4 Testbericht lesen
ThruNite TN12 50,00 € 1100 218m 14,3 x 2,5 Testbericht lesen
Fenix LED PD35 65,00 € 1000 200m 13,7 x 2,5 Testbericht lesen
Klarus XT11 S

**TESTSIEGER PK 2**

94,00 € 1100 330 m 13,9 x 2,5 x 3,5 (Head) Testbericht lesen

**PK 1: Testsieger in der Preiskategorie bis 40 Euro

**PK 2: Testsieger in der Preiskategorie 41 bis 100 Euro

Testbericht: ThruNite T10 XP-L

Die ThruNite T10 XP-L muss sich in unserem Test mit der Fenix E35 messen, wobei sich auch ein Vergleich mit der NowAdvisor Mini Cree anbietet. Diese haben wir allerdings persönlich nicht getestet. Allein wegen der Mini-Größe und dem Preis unter 20 Euro* würde sich jedoch ein Vergleich um das beste Einsteigermodell anbieten. Eins vorweg, wem es nichts ausmacht, ca. 20 Euro für die Lampe zu bezahlen, immerhin doppelt soviel wie für die NowAdvisor Mini Cree**, der sollte bei der ThruNite T10 zuschlagen. Die ThruNite ist für ihren Preis wirklich hochwertig verarbeitet und wirbt sogar mit einer Lebensdauer von über 20 Jahren. Daran ist bei der NowAdvisor Mini Cree laut Rezensionen im Internet nicht zu denken.

ThruNite T10 XP-L Taschenlampe
ThruNite T10 XP-L Taschenlampe
ThruNite T10 XP-L Taschenlampe

Im Gegensatz zur Konkurrenz startet die ThruNite T10 praktischerweise nicht im stärksten, sondern im schwächsten Modus. Dies kann sehr praktisch sein, wenn beispielsweise der Nebenan nicht durch das helle Licht der Lampe geweckt werden soll. Einfaches Drücken des Endkappenschalters schaltet die Lampe ein- und aus. Die ThruNite T10 besitzt drei Leuchtmodi mit unterschiedlicher Helligkeit. Genauso, wie bei der NowAdvisor Mini Cree, wird die Lampe durch einfaches Druecken des Endkappenschalters ein- und ausgeschaltet. Im untersten „Firefly“-Modus leuchten 0,2 Lumen für 240h, einmal mehr drücken und die T10 ist im mittleren Modus mit 13 Lumen, die für 40h leuchten. Ein weiteres Mal drücken und die Lampe befindet sich im höchsten Modus mit 252 Lumen für 1,5 Stunden. Sehr praktisch ist auch die „Memory“ - Funktion, mit dem der letzte Leuchtmodi gespeichert werden kann, um beim nächsten Einschalten in diesem zu starten. Die maximale Leuchtweite beträgt 80 Meter. Einen Strobe-/Blinkmodus gibt es nicht, wobei sich die 252 Lumen auch nicht wirklich dafür anbieten, sprich einfach zu wenig sind, um einen potentiellen Angreifer zu blenden. Zu den Beamshots

Die Materialqualität ist unserer Meinung nach bezüglich der Optik und Haptik für den Preis hervorragend. Mit den Abmessungen von 9,35 cm Länge und 1,9 cm Durchmesser liegt die ThruNite T10 gut in der Hand, ist aber für sehr große Hände vielleicht etwas zu klein. Das Gehäuse ist aus poliertem rostfreiem Aluminium und bringt ohne Batterien 35,2g auf die Waage. Es sind keine Verarbeitungsfehler zu finden, die LED ist exakt zentriert und der Schalter mit einem ordentlichen Druckpunkt ausgestattet, sodass die Lampe in der Tasche nicht von allein angehen kann. Die Linse ist aus Glas (Ultraklarglas) und mit einer Antireflektionsbeschichtung versehen. Zudem ist ein Reflektor für die Breitabstrahlung verbaut, der einen gleichmäßig hellen Leuchtkegel garantiert.

Die ThruNite T10 passt bestens in Hosen- und Jackentasche. Die Lichtfarbe ist zwar kaltweiß (cool white - ist etwa ein Drittel heller als neutral white) aber noch angenehm. Im Lieferumfang ist ein Diffusor enthalten, der auf die Lampe gesteckt werden kann. Somit kann die Lampe als Innenraumleuchte (blendfrei) genutzt werden. Die ThruNite ist zudem nach IPX-8 Standard zertifiziert und somit wasserdicht bis 2 Meter.

Fazit

Es gibt natürlich Taschenlampen, die mehr Power haben. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt aber bei der ThruNite T10. Für den Preis bekommt man (unseres Erachtens) nichts qualitativ besseres und helleres. Die Lampe ist sehr handlich und kleinere alltägliche Einsätze wie Gassi-Gehen oder Gänge im Dunkeln bestens geeignet. Für ein Einsteigermodell sehr positiv ist, dass man zum Betrieb der Lampe nur eine handelsübliche AAA Batterie benötigt, die sehr günstig ist und so Folgekosten spart.

Im Vergleich zur NowAdvisor Mini Cree kann die ThruNite T10 (unseres Erachtens) mit besserer Verarbeitung und konstanterer Leuchtleistung punkten. Auch auf lange Sicht wird die ThruNite T10 länger durchhalten. Aufgrund dessen können wir für die ThruNite T10 XP-L eine klare Kaufempfehlung für alle Jene geben, die nur um die 20 Euro für eine Taschenlampe bereit sind auszugeben.


+ PRO

+ gelungenes Preis-/Leistungsverhältnis

+ robustes poliertes Aluminiumgehäuse

+ Schutzfaktor von IPX8

+ mitgelieferter Diffusor um die Lampe als Innenraumleuchte zu verwenden

+ Memory Funktion zum Speichern des letzten Modus

- CONTRA

- etwas schwerer aufgrund Edelmetallgehäuse

- keine Batteriestandsanzeige

- Leuchthelligkeit geht besser


Testbericht: Fenix E35

Die Fenix E35 Ultimate Edition ist die Neuauflage eines Klassikers aus dem Jahr 2016. Die E35 in der 2016er Version ist eine super kompakte Taschenlampe mit beeindruckenden 1.000 Lumen maximaler Helligkeit, bei maximaler Leuchtweite von 160 Metern. Mit einem Gewicht von 72 Gramm und Maßen von 12,2 cm Länge und 2,4 cm Durchmesser ist sie sehr handlich und passt in jede Hosen- oder Jackentasche. Hervorzuheben ist vor allem das Verhältnis zwischen Durchmesser der Lampe und Leuchtweite. Eine so große Reichweite bei einem so kleinen Reflektordurchmesser ist nur bei wenigen Modellen vergleichbar zu finden.

Fenix E35 Taschenlampe
Fenix E35 Taschenlampe
Fenix E35 Taschenlampe

Die Fenix E35 besitzt fünf Helligkeitsstufen, einen Strobe-Modus und einen SOS-Modus. Die Leuchtmodi haben folgende Lumenzahlen mit maximaler Leuchtdauer: 1000 Lumen/ 1,8 Stunden, 450 Lumen/ 4 Stunden, 150 Lumen/ 11,8 Stunden, 50 Lumen/ 42,5 Stunden und 8 Lumen/ 150 Stunden. Die Angaben erfolgen wie bei der NiteCore nach ANSI/NEMA FL-1 Standard, d. h. dieser Standard gewährleistet, dass die auf der Verpackung angegebenen technischen Daten der Lampe nur den tatsächlichen, d. h. extern getesteten Daten (Lumen, Leuchtweite, Lichtstärke (in Candela) und Leuchtdauer) entspricht. In unserem Test konnten wir dies bestätigen. Sowohl 1000 Lumen und als auch die Leuchtweite von 160 Metern scheinen uns realistisch. Insbesondere die Helligkeit mit 1000 Lumen ist beeindruckend und so hell diese im Straßenverkehr wahrscheinlich blenden würden. Die Helligkeit des Lichtkegels wird bei Fenix digital geregelt. Dies sorgt für eine sehr gleichmäßige und konstante Helligkeit im Leuchtkegel. Die E35 bietet einen engen Spot und ist eher eine Thrower-Taschenlampe. Die Lichtfarbe ist Kaltweiss ohne störenden Farbstich. Zu den Beamshots

Qualitativ ist die Fenix E35 ebenso sehr hochwertig. Verbaut wurde eine Cree-XP-E-LED mit 50.000 Stunden Lebensdauer in einem SMO-Reflektor. Die Glaslinse ist speziell gehärtet, extrem klar mit Anti-Reflex Beschichtung. Das Gehäuse ist aus Flugzeugaluminium. Die Oberfläche ist fehlerfrei anodisiert, das Gewinde ist leichtgängig. Die Lampe ist wasserdicht gem. IPX-8 Standard.

Die Bedienung gestaltet sich sehr intuitiv und einfach. Es gibt zwei seitliche Schalter. Während ein Taster für die Leuchtstufen zuständig ist, dient der Andere dazu durch die Spezial-Modi zu klicken.Viel einfacher geht die Bedienung einer Taschenlampe nicht!. Eine Tastensperre verhindert das versehentliche Einschalten. Zudem wird die zuletzt eingestellte Helligkeit im Speicher der Taschenlampe automatisch gesichert (Memory), die Lampe startet so immer im letzten Modus. Praktisch beispielsweise, wenn man nachts im Zelt nicht alle Anderen wecken möchte, weil die Lampe im hellsten Modus startet.

Betrieben wird die Fenix E35 einem 18650 Lithium-Ion-Akku oder 2 x CR123A Batterien. Beide Möglichkeiten haben wir getestet, einen Helligkeitsunterschied haben wir nicht festgestellt.

+ PRO

+ sehr intuitive und einfache Bedienung

+ gutes Preis-Leistungsverhältnis (bei 1000 Lumen)

+ Mini-Thrower: starke Leuchtweite im Verhältnis zum Preis

- CONTRA

- wechselt nach 5 Minuten in Turbo zu Hell, um eine Überhitzung zu vermeiden

- Folgekosten: 18650er Akku (+ Ladegerät)

Fazit

Die Fenix E35 ist ein Mini-Thrower, die ein sehr gutes Verhältnis zwischen Durchmesser und Leuchtweite schafft. In dem vom Durchmesser sehr schmalen Gehäuse vermutet man zunächst eine solche Leuchtweite nicht. Die Fenix E35 ist ganz klar für alle empfehlenswert, die ein kleine und zugleich sehr weit leuchtende Taschenlampe suchen, um beispielsweise den einen Stück zu weit weggelaufen Hund wiederzufinden. Das Preis-Leistungsverhältnis ist unserer Meinung sehr gut. Hinsichtlich Bedienkomfort und Verarbeitung nehmen sich ThruNite T10 XP-L und die Fenix E35 nicht viel. Allerdings bekommt man für, wie wir finden, für ein paar wenige Euro mehr ein Taschenlampe, die fast 4 mal soviel Lumen hat und eine wesentlich höhere Leuchtweite und -helligkeit. Von daher ist die Fenix E35 Testsieger in unserer Preiskategorie 1 (auch wenn sie die teuerste Taschenlampe in dieser Klasse ist).


Testbericht: ThruNite TN12

Die TN12 vom chinesischen Hersteller ThruNite verspricht im mittleren Preissegment absolute Topwerte zu einem unschlagbaren Preis. Doch entsprechen die technischen Angaben den tatsächlichen Werten? Wie steht es um die Qualität und Verarbeitung der Lampe?

ThruNite TN12 Taschenlampe
ThruNite TN12 Taschenlampe
taktische Taschenlampe

Die ThruNite TN12 verfügt über fünf verschiedene Leuchtstufen: Turbo mit 1100 Lumen (95min), High mit 435 Lumen (4,2 Stunden), Medium mit 175 Lumen (11,8 Stunden), Low mit 18 Lumen (5,5 Tage) und Firefly 0.4 Lumen (74 Tage - 1585 Stunden). 0,4 Lumen scheinen auf den ersten Blick nicht sehr sinnvoll, sie sind es aber, z. B. um beim Camping im Zelt oder Wohnwagen nicht alle aufzuwecken. Für den abendlichen Spaziergang mit Hund reichen die 175 Lumen vollkommen aus. Die 1100 Lumen sind heller als ein Autoscheinwerfer. Alles in allem scheinen die Helligkeits- und Weitenangaben realistisch. Throw und Flood sind ausgewogen, die Lampe ist ein typischer Allrounder, wobei die maximale Reichweite von 218 Metern hätte für uns noch besser sein können (im Verhältnis zur Leuchtleistung). Zu den Beamshots Neben den 5 Leuchtstufen gibt es noch einen Strobe- Modus mit 1100 Lumen (3,8 Stunden), was die Lampe für den taktischen Einsatz, beispielsweise um Angreifer zu blenden, prädestiniert. Wir haben während unseres Tests versucht in den 1100 Lumen Strobe-Modus aus naher Entfernung hineinzusehen. Schon nach wenigen Millisekunden waren wir so geblendet, dass uns zunächst etwas Schwarz vor Augen wurde. Die Augen mussten sich daraufhin für einige Sekunden erst wieder regulieren. Im Falle eines Angriffs können diese Sekunden unserer Meinung nach entscheidend sein.

Weiterhin ist die ThruNite TN12 geregelt, d.h. auch bei schwächer werdendem Akku nimmt Leuchtkraft nicht ab. Die Bedienung ist einfach gehalten, bedarf aber erst etwas Übung, um verinnerlicht zu sein: Zwischen den Modi wechselt man durch Drücken des vorderen Knopfs. Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe durch Klicken des Endkappenschalters. Durch längeres Drücken des vorderen Knopfs wird der Strobe-Modus aktiviert. Erneutes kurzes Drücken beendet den Modus wieder. Mit Abmessungen von 143mm Länge und 25,4 mm Durchmesser ist die Lampe kompakt und liegt gut in der Hand.

Die Qualität der ThruNite TN12 kann unserer Erachtens nicht mit der von beispielsweise Fenix (die auch aus China kommen) mithalten. Die Verarbeitung ist nicht schlecht, aber auch nicht so hochwertig wie bei der Konkurrenz. Laut Beschreibung wird eine Stoßfestigkeit bis 1 Meter angegeben. Einigen Nutzern im Internet zu Folge ist die Stoß- bzw. Fallfestigkeit aber eher schlecht. So führte der Sturz (laut anderer Meinungen) auch schon aus weniger als einem Meter Höhe im Inneren zu Wackelkontakten. Um unser Modell nicht zu beschädigen, haben wir diesen Test nicht gemacht. Äußerlich ist die TN12 aber gut verarbeitet: Das Gehäuse ist aus robustem Flugzeugaluminium, die Glaslinse ist speziell gehärtet, sehr klar und äußerst kratzfest, der vordere Knopf ist seit der 2016er Version aus Aluminium, um die Taschenlampe mit einem Handschuh besser bedienen zu können. Des Weiteren ist die Lampe nach IPX-8 Standard wasserfest.

Die Lampe kann standardmäßig mit einem 18650 oder 2x CR123 Akkus/ Batterien betrieben werden. Empfehlenswert ist ein geschützter 18650er Akku. Zwar bieten 2x CR123 Akku eine höhere Spannung, bieten bei hohen Stufen aber nicht die notwendige Stromstärke. Da die erforderliche Stromleistung auch für einen 18650er Akku sehr hoch ist, würden wir empfehlen einen qualitativ hochwertigen und vor allem geschützten Akku zu kaufen.

Im umfangreichen Lieferumfang der ThruNite TN12 sind ein Holster und Lanyard(Kordel/ Band), sowie ein Clip, ohne den die Lampe nicht wegrollsicher ist, enthalten.

+ PRO

+ unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis

+ 1100 Lumen und 218 Meter Leuchtweite

+ starker Strobe-Modus

+ Memory Funktion

+ einfache Bedienung

+ Lieferumfang

- CONTRA

- Verarbeitung ist nicht so hochwertig

- Folgekosten: geschützter Akku (+ Ladegerät)

Fazit

Die ThruNite TN12 hat einen unschlagbaren Preis von nur 50 Euro bei absoluten Topdaten. Wen die nicht so hochwertige Verarbeitung nicht stört, sollte bei der ThruNite TN12 zugreifen. Zu beachten ist aber, dass zu den Taschenlampe noch geschützte Akkus gekauft werden sollten, um die maximale Leistung der Lampe abrufen zu können. Ansonsten bietet Thrunite mit der TN12 in der 2016er Version eine sehr starke Taschenlampe, die insbesondere auch als taktische Taschenlampe dank des kräftigen Strobe-Modus eingesetzt werden kann. Wem der Strobe Modus wichtig ist, sollte die ThruNite der Fenix PD35 als unmittelbaren Konkurenten aufgrund der leichten Erreichbarkeit des Strobe-Modus vorziehen.


Testbericht: Fenix LED PD35

Die Fenix LED PD35 befindet sich mit rund 60 Euro in derselben Preispreislaage, wie die ThruNite Tn12. Was macht die Lampe besser oder schlechter als TN12? Auf den ersten Blick sind die technischen Daten mit 1000 Lumen und einer Leuchtweite von 200 Metern mit der ThruNite TN12 sehr ähnlich, sogar etwas schlechter. Zwar produziert Fenix auch in China, allerdings ist die Qualität ein sehr wichtiges Merkmal bei Fenix. Die Fenix PD-Serie wird schon seit einigen Jahren produziert und regelmäßig weiterentwickelt.

Fenix LED PD35 Taschenlampe
Fenix LED PD35 Taschenlampe
Fenix LED PD35 Taschenlampe

Genauso, wie die ThruNite TN12 bietet die LED PD35 insgesamt 5 Leuchtstufen und einen Strobe-Modus: 8 Lumen mit 140 Stunden Leuchtdauer, 60 Lumen mit 29,3 Stunden, 200 Lumen mit 8,5 Stunden, 500 Lumen mit 3 Stunden und 1.000 Lumen mit 1,1 Stunden. Der Strobe-Modus blinkt bei maximal 1.000 Lumen. Der Test des Strobe-Modus, wie wir ihn bei der ThruNite TN12 durchgeführt haben, hat auch bei der Fenix PD35 funktioniert, d. h. die Lampe kann tatsächlich als taktische Lampe eingesetzt werden. Allerdings ist es etwas umständlich den Strobe-Modus zu erreichen, wenn man im Outdoor-Modus ist, muss man sich bis zum Strobe durchklicken. Wenn man im Taktischen Modus ist, muss man den Seitenschalter für eine Sekunde halten. Beides nicht optimal, wenn es schnell gehen muss. Hier gibt es einen Pluspunkt für die TN12. Die Helligkeits- und Weitenangaben scheinen uns realistisch. Die Fenix PD35 ist ein Allrounder, der eher Thrower statt Flooder ist. Das Licht wird relativ stark zu einem fokussierten Leuchtstrahl gebündelt und erreicht daher eine gute Leuchtweite von 200 Metern. Allerdings bietet die Lampe auch einen ausreichenden Streueffekt, um sich im Dunkeln zu orientieren. Zu den Beamshots

Ansonsten ist die Bedienung der Fenix PD35 aus unserer Sicht auch etwas komplizierter als bei den anderen Modellen im Test gestaltet. Es gibt zwei Gruppen, in denen verschiedene Modi möglich sind: Taktische Bedienung und Outdoor-Bedienung. Standardmäßig erfolgt die Outdoor-Bedienung über den Seitenschalter. Hierüber kann auf die taktische Bedienung umgestellt werden. Die Bedienung erfolgt dann über leichtes Drücken der Endkappe. Klingt kompliziert, ist es am Anfang auch. Mit der Zeit wird die Bedienung aber einfach und geht auch ins Intuitive über. Wenn der Outdoor-Modus wieder eingestellt werden soll, kann über längeres Drücken des Seitenschalters zurück in den Outdoor-Modus gesprungen werden.

Qualitativ bewegt sich die Fenix PD35 auf sehr hohem Niveau. Sie verfügt über eine Cree XP-L (V5) LED und eine hard-anodisierte Gehäuseoberfläche. Die Glaslinse ist gehärtet, extra klar und hat eine Antireflektionsbeschichtung und Metallreflektor. Das spezielle Coating des Reflektors ermöglicht einen verbesserten Lichtdurchlass. Sie ist wasserdicht nach IPX-8 Standard und ist aus 2 Metern Höhe stoßfest. Hier kann sich die Fenix von der ThruNite klar absetzen.

Energie bekommt die Fenix PD35 über zwei CR123A-Zellen oder einen 18650 Akku, der bevorzugt werden sollte, um die volle Leistungsstärke des Lampe abrufen zu können. Im Lieferumfang der Lampe sind ein Gürtelholster, eine Handschlaufe und ein Clip enthalten (bei der ThruNite TN12 ist nur eine Handschlaufe enthalten).

+ PRO

+ zuverlässige und robuste Qualität, hochwertige Verarbeitung

+ 1000 Lumen und 200 Meter Leuchtweite

+ starker Strobe-Modus

+ Lieferumfang

- CONTRA

- die Erreichbarkeit des Strobe-Modus ist nicht ideal gelöst

- zunächst etwas komplexeres und gewöhnungsbedürftiges Bedienkonzept

- Folgekosten: geschützter Akku (+ Ladegerät)

Fazit

Die Fenix PD35 überzeugt in allen Punkten. Zwar ist die ThruNite ein wenig besser, was Lumen und Leuchtweite betrifft, allerdings ist die Fenix hochwertiger verarbeitet. Die Lichtbild und der Leuchtkegel überzeugen uns genauso wie die Leuchtleistung. Im Grunde genommen hat sie nur kleine Schwachpunkt: den nicht optimal zu erreichenden Strobe-Modus und die zunächst komplexere Bedienung. Ob nun die TN12 von ThruNite oder die Fenix PD35 besser ist, wollen wir nicht entscheiden. Beide Lampen haben ihre Vor- und Nachteile, die jeder für sich abwägen muss. Alles in allem sind beide Lampen sehr gute Modelle, die es in unsere Top 5 geschafft haben.


Testbericht: Klarus XT11 S

Die Klarus XT11 S ist eine Weiterentwicklung der XT11 und XT12, und damit ein weiteres Modell der XT Serie. Sie ist eine taktische und zugleich hellste Taschenlampe in unserem Test mit 1100 Lumen, einer Reichweite von 330 Metern und einem sehr umfangreichem und zugleich intuitiven Bedienkonzept. Trotz der beachtlichen Reichweite von 330 m hat die Lampe aber auch im Nahbereich eine sehr gute Ausleuchtung, sodass sie auch für den klassischen Outdoorbereich und den Alltag bestens geeignet ist. Die Leuchtweite und Leuchtstärke sind unserer Meinung nach, sowie auch hinsichtlich der technischen Daten, die besten in unserem Test. DerLichtstrahl ist wahnsinnig kräftig, was auch sehr schhö bei unseren Beamshots zu sehen ist.

Klarus XT11 S taktische Taschenlampe
Klarus taktische Taschenlampe
Klarus XT11 S Taschenlampe

Die Klarus XT11 S besitzt 4 verschiedene Leuchtstufen, sowie einen Strobe und einen SOS-Modus, die auch noch in verschiedenen Frequenzen blinken können. Die tecnischen Daten zu den Modi sehen wie folgend aus:

NameLumenLeuchtdauer
Turbo11102 h
High4004 h
Medium10018 h
Low10260 h
Strobe11004 h
SOS10054 h

Die Bedienung unterteilt sich in 3 wählbare Modi: Tactical Mode, Hunting Mode und Ultimate Tactical Mode. Wem dies zu viel ist, kann sich jedoch auch auf nur einen, z. B. den Standard-Modi beschränken und die anderen Settings deaktivieren. Die Klarus XT11 S besitzt 3 Schalter, zwei am Lampenende und einen seitlichen Schalter. Dieser kann gegebenfalls auch deaktiviert werden. Eine Erklärung aller drei Modi würde an dieser Stelle zu weit führen, deshalb möchten wir uns auf den Standard-Modi - den Tactical Mode beschränken. Das Ein- und Ausschalten der Lampe erfolgt über den Endkappenschalter, mit dem auch Momentlicht mit Turbo-Modus (1100 Lumen) möglich ist. Wird der Endkappenschalter mehr als 2 Sekunden gehalten, leuchtet direkt und dauerhaft der Turbo-Modus. Mittels des Seitenschalters kann zwischen den Leuchtstufen gewechselt werden und durch längeres Drücken der Strobe-Modus eingeschaltet werden. Der Seitenschalter ist außerdem im ausgeschalteten Zustand auch direkt für den Strobe-Modus zuständig. Wird dieser gedrückt, erhält man Strobe als Momentlicht, wird der Schalter länger als 2 Sekunden gedrückt, geht dauerhaft der Strobe-Modus an. Hervorzuheben ist, dass damit quasi auf alle Situationen, in denen man schnell reagieren muss, sehr schnell der notwendige Modi angesteuert werden kann. Der Strobe-Modus ist extrem stark mit seinen 1100 Lumen und ist somit bestens zur Selbstverteidigung geeignet.

Wer sich für die Bedienung im Detail und aller drei Modi interessiert, kann sich das nachfolgende Video auf Youtube mit entsprechender Erklärung der Klarus XT11 S ansehen:


Bezüglich der Qualität und Verarbeitung der Lampe gibt es ebenso nichts zu meckern. Als Leuchtmittel wurde eine hochwertige Cree XP-L HI V3 LED verbaut. Das Akkufach doppelt gefedert, somit kann nichts verrutschen. Die Glaslinse beschichtet, als Reflektor wurde ein "Smooth Reflector" verbaut. Diese zeichnen sich durch eine ganz glatte, verspiegelte Oberfläche aus und werden häufig bei Throwern eingesetzt. Zudem ist die Lampe nach IPX-8 Standard zertifiziert.

Im Lieferumfang ist neben der Klarus XT11 S ein Lanyard, ein Holster, ein Clip sowie ein 18650er 2600 mAh starker Akku und ein USB Ladekabel enthalten. Zu den Features der Lampe gehört eine Akkustandsanzeige, die im seitlichen Schalter integriert ist. Die Anzeige ist von 70%-100% Grün, 30%-70% Orange, 10%-30% Rot und unter 10% blinkt die das Signal Rot. Des Weiteren besitzt die Lampe eine Temperatursteuerung, die eine Überhitzung der Lampe verhindert. Alles in allem ist der Lieferumfang überragend. Kein anderes Modell bietet diesen Umfang.

Die Aufladung des mitgelieferten Akkus erfolgt über einen Micro-USB-Ladeanschluß, der sich unter einer Gummiabdeckung befindet. Sehr praktisch ist insbesondere auch die Art des Anschlusses: der Micro-USB-Anschluss, kann auch mit einem normalen Smartphone-Ladekabel aufgeladen werden kann. Gut zu wissen: Jeder geschütze 18650er Akku kann in der Lampe geladen werden.


+ PRO

+ 1100 Lumen und 330 m Leuchtweite

+ integrierte Ladefunktion über USB

+ Batteriestandsanzeige mit verschiedenen Stufen

+ umfangreicher Lieferumfang

+ Folgekosten werden durch mitgelieferten Akku gespart

+ sehr gute Batterie-/Akkulaufzeiten

+ Memory-Funktion

+ starker Strobe-Modus

- CONTRA

- eigentlich keins: wenn hoher Preis, dafür wird aber auch viel geboten

Fazit

Die Klarus XT11 S ist rund um Gelungen! Es gibt außer dem hohen Preis, der unseres Erachtens allerdings gerechtfertigt ist, keinen Kritikpunkt. Da in dem Preis auch noch ein Akku sowie ein integriertes Ladegerät enthalten sind, muss man den Preis auch im Verhältnis zu anderen Lampen sehen, wo zumeist noch Akkus und Ladegerät separat zu kaufen sind bzw. hohe Folgekosten aufgrund der im Taschenlampenbereich typischen, weil leistungsstarken, aber teueren CR123 Batterien (eine Batterie kostet ca. 9 EUR) entstehen. Damit ist der Preis gar nicht mehr so hoch.

Im direkten Vergleich sehen wir die Klarus XT11 S gegenüber der ThruNite TN12 und der Fenix PD35 ganz klar vorn. Klar ist der Preisunterschied deutlich, doch rechnet man noch einen guten Akku plus Ladegerät ab, dann dürfte der Preisunterschied bei nur noch 10-20 Euro liegen. Außerdem überzeugt die Klarus auf ganzer Linie: Zum ist das Bedienkonzept der Klarus einfach genial, jeder kann die für sich passende Einstellung finden, zum Anderen ist sie vom Lichtbild hervorragend. Somit ist sie unser Testsieger in der Preiskategorie bis 100 Euro.